Gemeingebrauch am Meeresstrand
Definition
Der Gemeingebrauch ist das Recht jedermanns, den Meeresstrand ohne Erlaubnis zu betreten und zu nutzen. Er ist der Normalzustand; jede Beschränkung braucht eine eigene Rechtsgrundlage.
Was Gemeingebrauch am Meeresstrand in der Praxis bedeutet
Deshalb heißen die Vorschriften an dieser Küste fast nie Hundeverordnung, sondern Satzung über die Einschränkung des Gemeingebrauchs am Meeresstrand. Was sie regeln, ist nicht, was Hunde dürfen, sondern was von der allgemeinen Freiheit weggenommen wird. Praktisch heißt das zweierlei. Erstens: Wo eine Gemeinde nichts geregelt hat, gilt nicht Verbot, sondern Freiheit, begrenzt allein durch Landesrecht. Zweitens: Die Satzung reicht nur so weit wie ihr Geltungsbereich, und der ist oft enger als der Strand. In Großenbrode liegt der Hundestrand außerhalb, in Wangels weist die Satzungstabelle den Hundestrand mit null Metern aus und der tatsächliche Abschnitt liegt Kilometer westlich, und in Peenemünde endet der Bereich 1.100 Meter südlich der Mole. Wer nur die Satzung liest, hält den Strand daneben für geregelt, obwohl dort das Landesrecht allein gilt.
Wo Gemeingebrauch am Meeresstrand im Gesetz steht
Landesnaturschutzgesetz des jeweiligen Landes, in Schleswig-Holstein Paragraf 32 und 34, in Mecklenburg-Vorpommern das Naturschutzausführungsgesetz. Die Satzung selbst nennt die Grundlage in ihrem ersten Paragrafen.
2 Begriffe, mit denen Gemeingebrauch am Meeresstrand verwechselt wird
- Sondernutzung
- Die Sondernutzung ist die Erlaubnis, den Strand über den Gemeingebrauch hinaus zu bewirtschaften, etwa mit Strandkörben und Eintritt. Erst sie gibt der Gemeinde den Hebel, den Gemeingebrauch einzuschränken.
- Strandsatzung
- Die Strandsatzung ist das Werkzeug, der Gemeingebrauch der Gegenstand. Ohne Satzung bleibt der Gemeingebrauch unberührt.
So wird diese Seite zitiert
hundeorte.de: Gemeingebrauch am Meeresstrand. Stand 27.08.2026. https://hundeorte.de/lexikon/gemeingebrauch-am-meeresstrand/
2 Regeln, in denen Gemeingebrauch am Meeresstrand vorkommt
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