Brut- und Setzzeit
Definition
Die Brut- und Setzzeit ist der Zeitraum im Frühjahr und Frühsommer, in dem Vögel brüten und Wildtiere ihre Jungen setzen, biologisch etwa von März bis Juli.
Was Brut- und Setzzeit in der Praxis bedeutet
Der Begriff ist biologisch, nicht juristisch. Eine Rechtsfolge hat er nur dort, wo ein Landesgesetz ihn aufgreift und ein Datum daran knüpft. Genau das tun sechs Länder, und sie tun es unterschiedlich: Bremen beginnt am 15. März, Niedersachsen am 1. April, Sachsen-Anhalt am 1. März. Wer sich auf die Brut- und Setzzeit als solche beruft, beruft sich auf nichts.
Wo Brut- und Setzzeit im Gesetz steht
Paragraf 33 NWaldLG für Niedersachsen, Paragraf 28 Absatz 2 LWaldG LSA für Sachsen-Anhalt, Paragraf 33 SJG für das Saarland
2 Begriffe, mit denen Brut- und Setzzeit verwechselt wird
- Schonzeit
- Die Schonzeit ist ein jagdrechtlicher Begriff und betrifft das Bejagen einer Wildart, nicht das Anleinen von Hunden. Beide Zeiträume überschneiden sich, sind aber verschieden geregelt.
- Leinenpflicht
- Die Leinenpflicht ist die Rechtsfolge, die Brut- und Setzzeit ist ihr Anlass. In Bayern und Baden-Württemberg gibt es die Zeit, aber keine landesweite Folge.
So wird diese Seite zitiert
hundeorte.de: Brut- und Setzzeit. Stand 27.08.2026. https://hundeorte.de/lexikon/brut-und-setzzeit/
2 Regeln, in denen Brut- und Setzzeit vorkommt
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